Kellerbrand – Menschenleben in Gefahr

Datum: 26. Februar 2022 um 21:09
Alarmierungsart: Vollalarm
Einsatzart: F3-Y
Einsatzort: Middelweg
Fahrzeuge: ELW 1, TLF 3000, LF 16/12, DLK 23/12, TLF 16/25, GW-L1, RW 2
Weitere Kräfte: Abschnittsleiter Bremervörde, DRK Bereitschaft Bremervörde, FF Bevern, FF Hönau-Lindorf, Kreisbrandmeister, Polizei, Rettungsdienst, Rettungsdienst Stade, Stadtbrandmeister


Einsatzbericht:

Am Samstagabend kam es gegen 21:00 Uhr zu einem Kellerbrand eines Mehrfamilienhauses im „Middelweg“. Bereits auf der Anfahrt hieß es Seitens der Feuerwehr- und Rettungsdienstleitstelle, dass mehrere Personen ihre Wohnungen nicht mehr verlassen können und sich bereits am Fenster oder auf den Balkonen bemerkbar machen würden.

Unmittelbar nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurden zwei Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung sowie ein Trupp zur Brandbekämpfung ins Kellergeschoss geschickt. Insgesamt wurden 15 Personen, darunter auch Kinder- und Jugendliche, sowie zwei Katzen unter Einsatz von Fluchthauben durch das verrauchte Treppenhaus aus dem Wohngebäude gerettet und in die Obhut des Rettungsdienstes übergeben werden.

Im Kellergeschoss brannte im Treppenraum ein Kinderwagen und ein beladener Zeitungswagen. Die Brandursache war am Abend noch unklar, ist aber Teil der polizeilichen Ermittlungen.

Nach dem Einsatz im verrauchten Gebäude wurden die eingesetzten Atemschutztrupps gemäß Hygienekonzept oberflächlich gereinigt und haben die verschmutzte und kontaminierte Schutzkleidung gegen extra beschaffte Trainingsanzüge gewechselt, um einer Kontaminationsverschleppung vorzubeugen. 

Da die Wohneinheiten durch die starke Rauchentwicklung für die Nacht nicht bewohnbar waren, wurden die Bewohner durch die DRK Bereitschaft Bremervörde zunächst im Neuen Feld in der Kirchengemeinde betreut und anschließend die Übernachtung in einem Bremervörder Hotel organisiert.

Neben der Feuerwehr Bevern und Hönau-Lindorf war auch ein Großaufgebot der Polizei Rotenburg sowie des Rettungsdienstes aus Bremervörde und dem Landkreis Rotenburg sowie ein Notarzt und Rettungswagen aus dem Landkreis Stade an der Einsatzstelle.