Bereitstellung Polizeieinsatz

Datum: 23. Mai 2020 
Alarmzeit: 9:13 Uhr 
Alarmierungsart: Vollalarm 
Art: SON 
Einsatzort: Engeo 
Fahrzeuge: ELW 1, TLF 3000, LF 16/12, DLK 23/12, MTW 
Weitere Kräfte: OrgL vD Nord, Polizei, RTW 40-83-12, RTW 41-84-11, SEK 


Einsatzbericht:

Dramatische Szenen haben sich am Sonnabend Mittag an der Gnarrenburger Straße in Bremervörde abgespielt. Um dem Zugriff eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei zu entkommen, sprang ein 37-Jähriger aus dem ersten Stock eines Hauses durch ein geschlossenes Fenster und verletzte sich dabei schwer. Vorausgegangen waren stundenlange Verhandlungen mit dem Mann, der damit gedroht hatte, sich etwas anzutun und seine Wohnung anzuzünden.

Gegen 8.15 Uhr ging der Notruf der Mutter des Mannes bei der Polizei ein. Demnach habe sich der 37-Jährige und fünf, zum Teil jugendliche Familienangehörige in der Wohnung eingeschlossen und sie in seine Gewalt gebracht. Nachdem es der Polizei gelang, die Eingangstür aufzubrechen und die Eingeschlossenen zu befreien, verbarrikadierte sich der 37-Jährige in einem Schlafzimmer und drohte damit, die Wohnung in Brand zu setzen und sich selbst etwas anzutun.

Neben Polizei, Notarzt und Rettungsdienst wurde daher auch die Bremervörder Feuerwehr alarmiert. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. Beamte mehrerer benachbarter Dienststellen sowie eine Verhandlungsgruppe der Polizeidirektion Lüneburg sammelten sich auf dem EVB-Gelände an der Straße „Am Bahnhof Süd“.

Die Kommunikation mit dem 37-jährigen in Hamburg wohnhaften Kolumbianer gestaltete sich jedoch schwierig, da der Mann nur Spanisch sprach und zunächst ein Dolmetscher organisiert werden musste. Parallel zu den Verhandlungen mit dem Mann machte sich ein SEK aus Hannover auf den Weg nach Bremervörde, das gegen 10 Uhr vor Ort war.

Text: Bremervörder Zeitung