500 Rundballen brennen und fordern uns 18 Stunden lang

Am frühen Sonntagmorgen wurden wir um 04:01 Uhr zu einem Brand von circa 500 Rundballen in ein Reitsportzentrum in der Stader Straße alarmiert. Schon kurz vor dem Eintreffen am Einsatzort konnte eine starke Rauchentwicklung wahrgenommen werden. Vor Ort wurde die gemeldete Lage bestätigt, wobei insgesamt ca. 500 liegende Rundballen in drei Reihen, pyramidenförmig angeordnet, sowie auf zwei Anhängern, brannten.

Umgehend wurde von allen Seiten die Brandbekämpfung, teilweise unter Atemschutz, mit acht C-Rohren eingeleitet. Aufgrund der schwierigen Wasserversorgung und der erforderlichen Wassermenge wurden umgehend nach der ersten Erkundung drei weitere Tanklöschfahrzeuge angefordert, um einen Pendelverkehr einzurichten. Des Weiteren wurde im Verlauf weitere Einsatzkräfte, sowie der Faltbehälter der Feuerwehr Ostendorf und der Schlauchwagen 2000 KatS der Feuerwehr Oerel angefordert, um eine durchgehende Wasserversorgung sicherzustellen. Der Pendelverkehr befüllte den Faltbehälter und mit Hilfe des Schlauchwagens wurde eine Wasserversorgung über lange Wegstrecke, sowie eine weitere Wasserversorgung aus dem Oste-Schwinge-Kanal hergestellt.

Aufgrund der starken und anhaltenden Rauchentwicklung wurde über das Modulare Warnsystem des Bundes, also u.a. über die NINA-Warnapp, eine Warnung herausgegeben, in der die umliegende Bevölkerung aufgefordert wurde, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Ein NKTW des DRK-Rettungsdienstes sicherte unseren Einsatz ab. Angesichts der Dauer des Einsatzes wurde zur Verpflegung der Einsatzkräfte die DRK-Bereitschaft alarmiert.

Aufgrund der kompakten Pressung der Rundballen und der darin befindlichen Glutnester, wurden sämtliche Rundballen mittels Bagger und zwei Traktoren auseinandergezogen und großflächig auf der angrenzenden Wiese verteilt. Das so auseinandergezogene Heu wurde von uns mithilfe von Dunggabeln weiter auseinandergezogen. Anschließend wurde das gesamte Heu über mehrere Stunden hinweg mit Wasser unter Hinzugabe von Netzmittel benetzt, um die Glutnester effektiv zu löschen. Die Brandbekämpfung, die Nachlöscharbeiten sowie die anschließenden Aufräumarbeiten dauerten insgesamt über zehn Stunden an.

Am Sonntagabend mussten, wir wenige Stunden nach dem Einsatzende, um 17:31 Uhr erneut zum Einsatzort ausrücken, um Nachlöscharbeiten durchzuführen. Es zeigten sich einzelne Glutnester, woraufhin das gesamte Heu erneut bewässert und mit Netzmittel benetzt wurde. Nach etwa drei Stunden konnten die Nachlöscharbeiten sowie die damit verbundenen, aufwändigen Aufräumarbeiten abgeschlossen werden.

Am Montagnachmittag um 16:29 Uhr wurde erneut ein Brand des ausgebreiteten Heus gemeldet. Vor Ort bestätigte sich die gemeldete Lage, wobei das ausgebreitete Heu auf einer Fläche von circa 250 m² in Brand stand. Die Feuerwehren Hesedorf und Bevern wurden umgehend nachalarmiert und stellten gemeinsam mit einem unserer Tanklöschfahrzeuge und dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug die Wasserversorgung im Pendelverkehr sicher. Die Brandbekämpfung erfolgte mittels fünf C-Rohren und der Brand konnte schnell gelöscht werden. Anschließend wurde alles erneut für mehrere Stunden bewässert und mit Netzmittel benetzt. Auch dieser Einsatz konnte erst nach rund 5 Stunden beendet werden.